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Man verfrachte vier Enkel in ein Auto...

... und verzweifle schon beim ersten Versuch! 

Einmal pro Woche sind alle meine vier Enkelkinder bei mir. Mein Lieblingstag ist seither der Dienstag - immer ein volles Haus und ein volles Programm. Nur leider zieht es mich mit den Kleinen auch immer wieder raus in die Natur oder auf einen spannenden Spielplatz, wo sie viel Neues entdecken können. Und das kostet mich dann jeweils Nerven! Nicht, weil die Kleinen nicht brav sind, nein, aber wir wohnen im Grünen ohne eine Bushaltestelle in der Nähe - wenn wir weg wollen, dann müssen wir mit dem Auto ein Stück fahren. Nun ist es aber so: Wenn Kind Nummer vier dann endlich sicher im Auto sitzt, merkt Kind Nummer eins, dass es doch eben noch schnell wieder ins Haus muss... Besser zu Hause, als unterwegs anhalten, denke ich mir. Dann merkt Kind Nummer zwei, dass die Regenjacke noch im Ruchsack ist und der Rucksack noch im Zimmer liegt. Auch gut, wenigstens denken sie mit - aber vom Einsteigen bis zum Losfahren vergehen gut und gerne 20 Minuten. Nach 20 Minuten warten möchte dann Kind Nummer drei doch lieber zurück nach Hause und weiter am Lego-Monument bauen, Kind Nummer vier ist in der Zwischenzeit eingeschlafen...

Eine andere Lösung musste her: entweder, nur noch Dinge unternehmen, für die wir zu Fuss von zu Hause losgehen können, oder aber nur noch Indoor-Programm! Als ich meiner Freundin die Geschichte schildere, schlägt sie mir vor, die Kinder doch in so genannten "Cargo-Bikes" zu transportieren. Cargo-Bike? Noch nie gehört! Nach einer halben Stunde googeln bin ich dann aber schlauer - und hellauf begeistert! 

Das eCargo-Bike - meine Rettung

Für den darauffolgenden Dienstag ist dann alles organisiert, zwei eCargo-Bikes, vier vorfreudige Enkel, die Freundin und gutes Wetter. Nach ein paar Runden ohne Passagiere fühlen wir uns sicher genug für die erste Fahrt und platzieren die Kinder in der Transportbox, gurten sie an und los geht's! Bereits die Fahrt zum Spielplatz ist ein Erlebnis, es gibt so viel zu sehen, die Kinder winken den Leuten auf der Strasse zu und wollen dann, als wir unser Ziel erreichen, lieber doch noch etwas herumgefahren werden als den Spielplatz zu erkunden. Wir machen also noch eine Zusatzschleife, mit der elektrischen Unterstützung ist das für uns auch kein Problem, und ziehen nach einem Tag im Sattel ein positives Feedback. Die Kinder und wir hatten reichlich Spass, haben uns bewegt, sind um ein gemeinsames Erlebnis reicher und überlegen uns, den Dienstag bei gutem Wetter zum Velotag zu machen! 

Ein Blog von Teresa Amberg, Othmarsingen

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